IFZ Zug - MAS in PK Management
Fixed Income für Pensionskassen
Liebe StudentInnen
Erst einmal möchte ich mich für meine Verspätung
entschuldigen. Eigentlich wollte ich hier bereits letzte Woche ein
paar Infos für die Prüfung posten. Nun hat es leider etwas
länger gedauert. Ich hoffe, niemand von Ihnen hatte deswegen
schlaflose Nächte. Grundsätzlich besteht kein Bedarf, vor
dieser Prüfung Angst zu haben. Wir haben eine Open Book / Open
Computer Prüfung. Entsprechend werde ich keine Detail-Fragen
oder Fragen mit komplexen Berechnungen stellen. Berechnungsfragen
wie in den alten Prüfungen auf benno.ch stelle ich keine -
versprochen. Ich bin mir auch bewusst wie unterschiedlich das
Teilnehmerprofil ist; darum kommen auch keine schwierigen
technischen Fragen.
Mein Ziel in diesem Kurs war, Ihnen ein paar Werkzeuge in die Hand
zu geben, damit Sie in Ihrem Arbeitsalltag Fragen im Zusammenhang
mit Fixed Income kompetent beantworten können. Mit "Werkzeug"
meine ich vorallem folgendes:
- Sie verstehen das Grundprinzip der Bewertung von Obligationen
(Abdiskontieren von Mittelflüssen). Sie werden keine
Obligation bewerten müssen, aber vielleicht frage ich warum
eine Obligation mit Preis 90 teurer ist als eine Obligation mit
Preis 110.
- Sie verstehen, wie sich Zinsveränderungen auf Ihr
Portfolio und generell auf Ihre Kasse auswirken. Es kommen keine
Detail-Fragen über den Unterschied zwischen Macaulay und
Modified Duration, aber vielleicht qualitative Fragen zum Effekt
steigender Zinsen.
- Sie verstehen die Vorteile und Risiken von Investitionen in
Credit. In diesem Zusammenhang verstehen Sie den Sinn, die
Grundprinzipien und die Grenzen von Kreditanalyse und Ratings.
Ich werde sicher nicht fragen, ob ein Leverage Ratio von 3.5
für ein BBB angemessen ist. Aber ich könnte Sie
beispielsweise erklären lassen, warum Italien ein
schlechteres Rating hat als die Schweiz.
- Sie verstehen, wie sich die verschiedenen Spielarten im Fixed
Income unter unterschiedlichen Szenarien relativ entwickeln.
Insbesondere verstehen Sie den Einfluss von Inflation auf den
Realwert des Portfolios. Beispielfragen dazu finden Sie in den
alten Prüfungen.
- Sie sind in der Lage, all das auch einem Versicherten zu
erklären, der keine Ahnung von Finanzmarkttheorie hat.
Während wir im Kurs die theoretischen Grundlagen gelegt haben,
werde ich versuchen, bei der Prüfung Praxis-nahe Fragen zu
stellen. Eine gute Prüfungsvorbereitung wäre
möglicherweise, wenn Sie das Geschehen an den Märkten
verfolgen und sich fragen, wie die verschiedenen Entwicklungen
(Staatsschuldenkrise, Politik der Zentralbanken, Diskussionen um den
Umwandlungssatz, ...) im Zusammenhang mit dem im Kurs besprochenen
Material stehen. Auf all diese Fragen wird es sicher mehr als eine
richtige Antwort geben.
Schliesslich noch eine persönliche Bemerkung: Mir hat der Kurs
mit Ihnen sehr viel Spass gemacht, gerade auch weil die Mitglieder
Ihrer Gruppe einen so unterschiedlichen Background haben. Diese
Heterogenität war aber auch eine Herausforderung - sowohl
didaktisch wie nun auch bei der Prüfung. Ich habe versucht,
Prüfungsfragen zu formulieren, die auch für die
AnlagespezialistInnen unter Ihnen interessant sind, aber
gleichzeitig die JuristInnen nicht hoffnungslos überfordern. Ob
mir das gelungen ist, sehen wir am 26. September. Viel Glück!
Dokumente zum Kurs
Präsentation (.pptx, 9MB)
Präsentation (.pdf, 33MB)
Beispiele (.xls, 88KB)